Statt Stempelkarten oder Notizkalender kann neuerdings auch das moderne Registrierkassen System zur Erfassung der Arbeitszeiten herangezogen werden. Früher, ohne moderne Registrierkasse, war es kompliziert und hing auch vom Vertrauen zum Mitarbeiter ab, die geleisteten Arbeitszeiten korrekt zu erfassen und abzurechnen. Beliebt waren die alt vertrauten Stechuhren, in die der Mitarbeiter seine Stempelkarte einführte und der Arbeitsbeginn und Arbeitsende wurden dort mit Tinte aufgestempelt. Am Ende des Monats wurde dann in der Personalabteilung jede Stempelkarte ausgewertet und die Lohnabrechnung erstellt. Dieses komplizierte System gab es natürlich nur in größeren Betrieben mit vielen Angestellten. Der Kleinbetrieb setzte auf manuelle, schriftliche Aufzeichnungen, vielleicht mit Lohnzetteln, auf die die jeweilige Schichtlänge aufgeschrieben wurde oder auch ganz einfache Notizen im Kalender. Pausenzeiten, Abwesenheiten und ähnliches wurden dabei nicht berücksichtigt und dementsprechend großzügig gehandhabt. Normale, zusätzliche Arbeitszeiterfassungssysteme sind mit erheblichen Kosten verbunden. In Call Centern wird über Anmelden des Agenten am Telefon die Arbeitszeit minutengenau erfasst. Diese Möglichkeit bieten jetzt auch moderne Registrierkassen. Und das nicht nur für das Personal, das an den Registrierkassen arbeitet. Es können für jeden Mitarbeiter, zum Beispiel auch für die Putzfrau, den Gärtner, den Tischabräumer oder die Spülkraft Arbeitszeitkonten angelegt werden. Mit Hilfe entweder eines Bedienerschlüssels oder mit Codenummern meldet sich jeder an der Registrierkasse an, bucht zwischendrin die Pausen ein und meldet sich wieder ab, wenn die Schicht beendet wird. Diese zusätzliche Kontrollmöglichkeit der Registrierkasse vermittelt dem Personal einerseits, dass die Gehaltsabrechnung zuverlässig anhand der gelieferten Daten erfolgt und somit korrekt ist. Andererseits sorgt diese Funktion der Registrierkasse dafür, dass übermäßiges Pausenmachen reduziert wird. Ein Mehrwert für den Gastwirt. Die Personalkosten gehören heute zu den höchsten Kostenfaktoren und sind bei sinkenden Umsätzen durchaus ärgerlich und zu vermeiden. Jede Minute ist kostbar und sollte auch so behandelt werden. Der Gastwirt hat zusätzliche Kontrolle und kann den Mitarbeiter bei außergewöhnlichem Pausen oder Abwesenheitsverhalten direkt darauf ansprechen. Die Daten aus der Registrierkasse können außerdem ebenfalls pro Mitarbeiter mit dem Umsatz verglichen werden. So kann genau ermittelt werden, welcher Mitarbeiter besonders viel oder auch besonders wenig Umsatz produziert. Gute Mitarbeit im Gastronomiebetrieb sollte sich nicht nur auf Anwesenheit, sondern auch auf aktives Verkaufen, wie zum Beispiel aktives Anbieten von weiteren Getränken und Ansprache des Gastes nach weiteren Wünschen, erstrecken. So könnte die Arbeitszeiterfassung der Registrierkasse mit einem attraktiven Prämiensystem für die Mitarbeiter kombiniert werden, dass sich am Umsatz in den geleisteten Schichten orientiert. Ein sehr gutes Mittel zur Motivation der Mitarbeiter ist immer mehr Geld im Portemonnaie. Und der Wirt freut sich, wenn seine Registrierkasse öfter klingelt. Diese praktischen Funktionen machen ein modernes Registrierkassen System noch attraktiver.
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